Die Ausschreibung fördert Forschungs- und Innovationsprojekte für schöne, inklusive und nachhaltige Nachbarschaften im Sinne des New European Bauhaus. Themen umfassen strukturelle Bekämpfung von Obdachlosigkeit, wohnraumbasierte Ansätze, thermischer Komfort in Gebäuden, nachhaltige Instandhaltung und Sanierung von Bestandsgebäuden, Nutzung vertikaler Räume, innovative räumliche Gestaltung von Nachbarschaften, Verständnis von Bewohnererfahrungen für Gesundheit und Wohlbefinden, Wiedernutzung leerstehender oder untergenutzter Flächen sowie Kapitalmarktdynamiken für Investitionen in NEB-Projekte. Zielgruppe sind Konsortien aus Forschung, öffentlichen Stellen, Sozialpartnern und Unternehmen.
Multidisziplinäre und transdisziplinäre Konsortien aus Forschungseinrichtungen, öffentlichen Behörden, Kommunen, Sozialdienstleistern, Unternehmen, Investoren, Architektur- und Planungsakteuren sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen, die an der Transformation von Nachbarschaften gemäß New European Bauhaus arbeiten. Ein partizipativer, transdisziplinärer Ansatz ist erforderlich; mehrere Themen verlangen explizit die Einbindung von Sozial- und Geisteswissenschaften (SSH). Vorhaben sind in mindestens zwei bis fünf Nachbarschaften in unterschiedlichen Mitgliedstaaten/assoziierten Ländern zu validieren.
Hoher Grad an technologischer Innovation & F&E erforderlichNicht rückzahlbare Zuschüsse (HORIZON-IA und HORIZON-RIA) mit Fixbeträgen je Projekt zwischen € 3,5 Mio. und € 6,3 Mio., abhängig vom jeweiligen Thema. Das Gesamtbudget der Ausschreibung über alle neun Themen beträgt rund € 101,1 Mio., mit voraussichtlich 22 geförderten Projekten. Projekte müssen mindestens 0,8% ihres Budgets für die Zusammenarbeit mit dem New European Bauhaus Hub for Results and Impact vorsehen. Maximale Projektlaufzeit nicht angegeben.
Öffnung der Ausschreibung am 05.05.2026, Einreichfrist 01.12.2026 (single-stage). Nach Ablauf der Frist erfolgt die Evaluierung durch eine Jury gemäß Standardverfahren der Horizon Europe Work Programme General Annexes.
Diese Ausschreibung bündelt 9 eigenständige Themen. Jedes wird separat eingereicht und bewertet.
Gefördert wird die Entwicklung und Bereitstellung von evidenzbasierten strukturellen Lösungen für soziale Infrastruktur und Dienstleistungen, um Obdachlosigkeit auf Quartiersebene systematisch zu bekämpfen. Projekte sollen die Verfügbarkeit und Erreichbarkeit von Schlüsselinfrastrukturen und sozialen Diensten für obdachlose Gruppen verbessern.
Gefördert werden innovative Lösungen für Wärmeregelung in Gebäuden, die auf Vernakularwissen, naturbasierte Ansätze und bioklimatisches Design setzen und dabei Energieverbrauch sowie Treibhausgasemissionen erheblich reduzieren. Die Entwicklung soll traditionelle Konzepte mit modernen Anforderungen verbinden und insbesondere vulnerable Gruppen schützen.
Gefördert werden Methoden und Verfahren, die Nutzerperspektiven systematisch in die räumliche Gestaltung und Umgestaltung von öffentlichen Räumen integrieren. Die Ansätze sollen positive Klimawirkungen, Umwelt- und Sozialeffekte sowie kulturelle Vielfalt, Zusammenhalt und Sicherheit in Nachbarschaften fördern.
Gefördert wird die Entwicklung von Strategien und Methoden, um Leerbestände, Brachen und untergenutzten Flächen systematisch zu identifizieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Projekte sollen zeigen, wie diese Flächen kontextgerecht zur Lösung von lokalen Herausforderungen und Bedarfen reaktiviert werden können.
Gefördert wird die Analyse von Kapitalmarktmechanismen, um Investitionen in nachhaltige und inklusive Quartiersumgestaltungen nach New-European-Bauhaus-Prinzipien zu erhöhen. Projekte sollen die Diskrepanzen zwischen Kapitalangebot und -nachfrage aufzeigen und innovative Finanzierungsmodelle wie Place-Based-Impact-Investing entwickeln.
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Robert Kopka
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