Gefördert werden Forschungs- und Innovationsprojekte im Rahmen der EU-Krebsmission zu sechs Themen: Virtual-Human-Twin-Modelle für die Krebsforschung, Mikrobiom-basierte Früherkennung vor Krankheitsausbruch, pragmatische klinische Studien zu Immuntherapien bei refraktären Krebserkrankungen, frühere und präzisere Palliativversorgung, digitale Angebote zur psychischen Gesundheit junger Krebsüberlebender sowie Verbesserung der Lebensqualität älterer Krebspatienten. Zielgruppe sind Forschungseinrichtungen, Universitäten, Kliniken, Unternehmen (inkl. KMU) und weitere Organisationen, die in transnationalen Konsortien zusammenarbeiten. Wichtigste Voraussetzung ist die Bildung multidisziplinärer Konsortien aus mehreren Ländern sowie die Einbindung relevanter Stakeholder wie Patientenvertretungen und Gesundheitsfachkräfte.
Forschungseinrichtungen, Universitäten, Kliniken und Krankenhäuser, Unternehmen einschließlich KMU, Patientenorganisationen und zivilgesellschaftliche Organisationen, die gemeinsam in multidisziplinären, länderübergreifenden Konsortien an Krebsforschung, -prävention, -diagnose, -behandlung oder -versorgung arbeiten. Je nach Thema sind spezifische Fachdisziplinen wie Mediziner, Psychologen, KI-Expertinnen, Verhaltensforscher oder Gesundheitsbehörden einzubinden. Direkte Einbindung von Patienten, Überlebenden und Angehörigen ist bei mehreren Themen verpflichtend vorgesehen.
Hoher Grad an technologischer Innovation & F&E erforderlichNicht rückzahlbare Zuschüsse (Forschungs- und Innovationsaktionen) für transnationale Konsortialprojekte. Die Förderhöhe pro Projekt reicht über die Unterprogramme hinweg von rund € 5 Mio. bis € 15 Mio. Das Gesamtbudget der Ausschreibung beträgt rund € 119,2 Mio. Erfolgreiche Projekte werden zudem in thematische Projekt-Cluster der EU-Krebsmission eingebunden, mit Unterstützung bei Vernetzung, gemeinsamen Workshops und Koordinierungsaktivitäten durch die Kommission.
Die Ausschreibung öffnete am 10.02.2026, die Einreichfrist für alle Themen endet einheitlich am 15.09.2026 um 17:00 Uhr (Brüsseler Zeit), einstufiges Verfahren. Die Bewertung erfolgt anhand der Kriterien Exzellenz, Wirkung und Umsetzung (Schwellenwert je 4 Punkte, kumulativ 12 Punkte). Die Freischaltung der Einreichung verzögerte sich technisch bedingt kurz nach Öffnung, ist mittlerweile aber für alle Themen verfügbar.
Diese Ausschreibung bündelt 6 eigenständige Themen. Jedes wird separat eingereicht und bewertet.
Gefördert werden innovative Modelle für eine frühere, präzisere und besser integrierte Palliativversorgung. Patienten erhalten Zugang zu personalisierter Palliativversorgung einschließlich digitaler Remote-Tools und häuslicher Betreuungsoptionen.
Gefördert wird die Entwicklung von Advanced Virtual Human Twins für die Krebsforschung. Forscher verschiedener Disziplinen nutzen multiskalige VHT-Lösungen zur Verbesserung des Verständnisses von Krebsentstehung und -progression sowie für personalisierte Diagnostik und Therapien.
Gefördert wird die Verbesserung der psychischen Gesundheit junger Krebspatienten und -überlebenden. Innovative Tools und Ansätze unterstützen Patienten, während Fachkräfte im Gesundheitswesen Überwachungs- und Unterstützungsinstrumente erhalten und Forscher auf zuverlässige Patientendaten zugreifen können.
Gefördert werden pragmatische klinische Studien zur Optimierung von Immuntherapien für therapieresistente Krebsarten. Patienten erhalten Zugang zu optimierten und erschwinglichen Immuntherapien mit klinischen Evidenzen für den praktischen Einsatz in Routine-Gesundheitssystemen.
Gefördert wird die Entwicklung validierter Mikrobiom-Tools zur Früherkennung von Krebsrisiken. Menschen können ihr Krebsrisiko vor Symptomauftreten erkennen, während Ärzte früher mit präventiven Maßnahmen und Therapien beginnen können.
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Robert Kopka
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