Gefördert wird der Aufbau einer europaweiten Föderation von Berufsbildungsanbietern (VET) für die Halbleiterindustrie. Projekte sollen branchenkonforme Mikro-Credentials und Requalifizierungsprogramme entwickeln, mit Fokus auf Quereinsteiger aus anderen Industriesektoren und die grenzüberschreitende Anerkennung von Qualifikationen. Ziel ist ein größerer, diverserer Pool an qualifizierten Techniker:innen sowie mehr Mobilität von Studierenden und Arbeitskräften zur Deckung des Fachkräftebedarfs in Halbleiterwerken.
Organisationen und Konsortien aus dem Bereich Berufsbildung (VET-Anbieter), die eine europäische Föderation zur Verwaltung standardisierter Qualifizierungs- und Zertifizierungssysteme für Halbleitertechniker aufbauen. Angesprochen sind u.a. Großunternehmen, KMU, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie assoziierte Partner aus der Halbleiterindustrie, insbesondere Mitglieder der Industrieverbände AENEAS, Inside oder EPoSS.
Für Unternehmen aller InnovationsstufenNicht rückzahlbarer Zuschuss (Simple Grant) mit einem indikativen EU-Beitrag von rund € 10 Mio. für das eine geförderte Projekt, bei einer Bandbreite von € 1 Mio. bis € 10 Mio. Förderquote und Kostenkategorien gemäß Chips JU Grant Agreement (u.a. Personal-, Unterauftrags-, Sachkosten, indirekte Kosten pauschal mit 7%). Zusätzlich nationale Kofinanzierung (NFA) möglich, dokumentiert über eine separate National Budgets Table.
Das Programm ist offen. Eröffnung der Ausschreibung: 07.07.2026, Einreichfrist (einstufiges Verfahren mit Vollantrag): 24.09.2026. Es handelt sich um einen einstufigen Call mit einem einzigen Stichtag; Bewertung erfolgt nach Ablauf der Frist gemäß Standardverfahren des Chips JU (Relevanz, Umsetzung, Wirkung, je mit Schwellenwert 3/5, Gesamtschwelle 10/15).
Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sowie Einreicher mit offenen EU-Rückforderungen oder Insolvenzverfahren sind regulär von EU-Förderungen ausgeschlossen. Programmspezifisch gilt eine Teilnahmebeschränkung zum Schutz europäischer digitaler Infrastrukturen, Kommunikations- und Informationssysteme sowie zugehöriger Lieferketten; betroffene Konsortialpartner müssen eine Ownership Control Declaration vorlegen.
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Robert Kopka
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